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Hochzeitscatering in Augsburg: So gelingt das Menü einer deutsch-russischen Hochzeit

Eine deutsch-russische Hochzeit in Augsburg ist immer auch ein Fest der Tafel. Während sich die schwäbisch-bayerische Küche der Region auf herzhafte, saisonale und deftige Gerichte versteht, bringt die osteuropäische Tradition eine ganz eigene Vorstellung von Gastfreundschaft mit: einen Tisch, der sich unter der Last der Platten biegt, viele kleine Gänge über den ganzen Abend und ein Menü, das sich zwischen kalten Vorspeisen, warmen Hauptgängen und einer süßen Nachttafel entfaltet. In diesem Ratgeber zeigen wir euch, wie ihr beide Welten zu einem stimmigen Menü verbindet – so, dass sich sowohl eure deutschen als auch eure russischsprachigen Gäste zu Hause fühlen.

Unser Team begleitet zweisprachige Hochzeiten in ganz Deutschland, und gerade beim Essen sehen wir immer wieder, wie viel Freude entsteht, wenn regionale Zutaten aus dem Augsburger Umland auf die klassische osteuropäische Sakuski-Kultur treffen. Es geht nicht darum, sich für eine Küche zu entscheiden – es geht darum, sie klug zu kombinieren.

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Warum das Menü bei einer deutsch-russischen Hochzeit anders geplant wird

Bei einer typisch deutschen Feier folgt das Essen oft einem klaren Ablauf: Vorspeise, Hauptgang, Dessert, dazu vielleicht ein Buffet am Abend. Bei einer osteuropäischen Hochzeit funktioniert die Tafel anders. Der Tisch ist von Beginn an reich gedeckt, die Sakuski (закуски, also kalte Vorspeisen und Häppchen) stehen bereits, wenn die Gäste Platz nehmen. Über den Abend werden dann immer wieder neue warme Gänge nachgereicht – begleitet vom Programm des Tamada, der als zweisprachiger Moderator durch den Abend führt.

Das hat eine praktische Konsequenz für euer Catering: Ihr plant kein einzelnes Menü, sondern einen Rhythmus aus mehreren Etappen. Die Gäste essen nicht in einem Rutsch, sondern über Stunden hinweg, immer wieder unterbrochen von Tänzen, Spielen und Reden. Das Essen wird so selbst Teil der Dramaturgie des Abends.

Die Balance zwischen deutschen und osteuropäischen Gästen

Die größte Kunst liegt darin, beide Gästegruppen abzuholen. Eure deutschen Gäste kennen die Fülle einer russischen Tafel oft nicht und sind manchmal überrascht, wie viel serviert wird – hier hilft es, wenn der Tamada kurz erklärt, was auf den Platten liegt. Eure osteuropäischen Gäste wiederum freuen sich, wenn Klassiker wie Seljodka pod Schuboj oder Olivier-Salat nicht fehlen. Ein gutes Menü baut Brücken: bekannte regionale Gerichte für die einen, vertraute Heimatküche für die anderen, und dazwischen genug Neues zum Entdecken für alle.

Der Aufbau des Menüs: von den kalten Platten bis zur süßen Tafel

1. Kalte Sakuski-Platten – das Herzstück der Tafel

Die kalten Vorspeisen sind bei einer russischen Hochzeit kein Vorgeplänkel, sondern die Grundlage des ganzen Abends. Sie stehen üppig auf dem Tisch und laden zum Zugreifen ein. Für eine Augsburger Hochzeit lassen sie sich wunderbar mit regionalen Zutaten anreichern:

  • Seljodka pod Schuboj (Hering im Pelzmantel) – Hering geschichtet mit Roter Bete, Kartoffel, Ei und Möhre
  • Olivier-Salat – der klassische Kartoffelsalat mit Ei, Erbsen und Gemüse, für viele der Inbegriff der Festtafel
  • Winegret – ein farbenfroher Salat aus Roter Bete, Kartoffeln, Sauerkraut und Gurke, vegan und leicht
  • Blini mit verschiedenen Füllungen – herzhaft mit Lachs, Quark oder Pilzen aus regionalem Anbau
  • eingelegtes Gemüse – Gurken, Tomaten, Sauerkraut und marinierte Pilze, die es auch auf schwäbischen Höfen in ähnlicher Form gibt
  • Aufschnitt- und Käseplatten – hier lassen sich bayerische und schwäbische Spezialitäten mit osteuropäischen Wurstwaren mischen

Für eure deutschen Gäste könnt ihr die Platten um regionale Klassiker ergänzen: Obatzda, geräucherten Fisch aus bayerischen Gewässern, Brezn und dunkles Bauernbrot. So entsteht ein Übergang, der beide Küchen selbstverständlich nebeneinanderstellt.

2. Warme Hauptgänge – herzhaft und in mehreren Etappen

Nach den kalten Platten folgen die warmen Gänge, und auch hier gilt: nicht alles auf einmal. Ein bis zwei warme Hauptgerichte werden serviert, oft mit etwas zeitlichem Abstand, damit die Gäste zwischendurch tanzen können. Bewährte Kombinationen für eine deutsch-russische Hochzeit in Augsburg:

  • Rinderroulade oder Schmorbraten – die schwäbisch-bayerische Küche liefert hier Klassiker, die auch osteuropäischen Gästen vertraut schmecken
  • Golubzy (Kohlrouladen) – gefüllte Kohlblätter mit Hackfleisch und Reis, ein Wohlfühlgericht der Heimatküche
  • Pelmeni oder Wareniki – gefüllte Teigtaschen, herzhaft oder in der vegetarischen Variante mit Kartoffel und Zwiebel
  • Hähnchen- oder Putenfilet in Rahmsauce, gut für Gäste, die es leichter mögen
  • gebackener Fisch – regionaler Süßwasserfisch, im Ganzen gegart, passt zu beiden Küchentraditionen

3. Grill und Schaschlik – der Höhepunkt des Abends

Kaum ein Element ist bei einer osteuropäischen Hochzeit so beliebt wie das Schaschlik – Fleischspieße, mariniert und frisch vom Grill. Bei Feiern mit Außenbereich rund um Augsburg lässt sich der Grill zum Erlebnis machen: Der Duft zieht über den Platz, die Gäste sammeln sich, und das Fleisch kommt heiß auf den Tisch. Typisch sind:

  • Schaschlik vom Schwein oder Lamm, über Nacht in Zwiebeln und Gewürzen mariniert
  • Hähnchen-Schaschlik als leichtere Variante
  • gegrilltes Gemüse – Paprika, Zucchini, Aubergine und Champignons, die auch die vegetarischen Gäste satt machen
  • Lulja-Kebab – gewürztes Hackfleisch am Spieß

Dazu passen regionale Bratwürste und Steaks, wenn ihr eurem bayerischen Publikum etwas Vertrautes bieten wollt. Der Grill wird so zum gemeinsamen Nenner beider Küchen.

4. Beilagen – die Verbindung beider Küchen

Die Beilagen sind der Ort, an dem sich schwäbisch-bayerische und osteuropäische Küche fast unmerklich verbinden. Vieles überschneidet sich ohnehin: Kartoffeln, Kraut und deftiges Brot gehören in beiden Traditionen dazu.

  • Bratkartoffeln, Salzkartoffeln oder Kartoffelpüree
  • Buchweizen (Gretschka) – eine osteuropäische Beilage, die als nussige Alternative zu Reis überrascht
  • frisches Sauerkraut und Rotkohl – in beiden Küchen zu Hause
  • Reis und Gemüsepfannen mit saisonalem Gemüse aus dem Augsburger Umland
  • dunkles Brot, Fladen und Brezn auf dem Tisch, damit immer etwas zum Zugreifen da ist

5. Die süße Tafel – Sladkij Stol als krönender Abschluss

Am späten Abend, oft nach dem Hochzeitstanz und dem Anschneiden der Torte, wird die süße Tafel (Sladkij Stol, сладкий стол) eröffnet. Sie ist ein eigenes kleines Fest und weit mehr als nur ein Dessert. Neben der Hochzeitstorte finden hier ihren Platz:

  • Medowik (Honigkuchen) und Napoleon (Blätterteigtorte) – zwei osteuropäische Klassiker, die auf keiner Tafel fehlen dürfen
  • regionale Kuchen und Torten – vom Zwetschgendatschi bis zum Käsekuchen, saisonal mit Früchten aus Bayern und Schwaben
  • Blini mit Quark, Honig oder Konfitüre in der süßen Variante
  • frisches Obst und Beeren der Saison
  • Pralinen, Gebäck und kleine Häppchen zum Kaffee und Tee

Der Tee spielt bei osteuropäischen Gästen übrigens eine besondere Rolle – ein Samowar oder gut aufgebrühter Schwarztee gehört zum späten Abend dazu und passt hervorragend zur süßen Tafel.

Getränke: von Kompott und Mors bis zum regionalen Bier

Bei den Getränken lohnt es sich, neben den üblichen Weinen, dem Sekt und dem regionalen Bier auch osteuropäische Klassiker anzubieten. Sie sind alkoholfrei, erfrischend und für viele Gäste ein Stück Kindheit:

  • Kompott – ein Getränk aus gekochten Früchten und Beeren, leicht süß und sehr beliebt bei Groß und Klein
  • Mors – ein spritziger Saft aus roten Beeren wie Preiselbeeren oder Johannisbeeren
  • Kwas – ein leicht gegorenes Brotgetränk, herb-erfrischend und typisch für die warme Jahreszeit
  • regionale Säfte und Schorlen aus bayerischem Obst
  • Tee und Kaffee für den späten Abend

Diese Getränke sind ein schöner Weg, um euren deutschen Gästen die osteuropäische Küche näherzubringen – oft entstehen genau hier die neugierigen Nachfragen, die einen Abend verbinden.

Vegetarisch, vegan und die orthodoxe Fastentradition

Ein üppiges Menü heißt nicht, dass Fleisch im Mittelpunkt stehen muss. Tatsächlich bringt die osteuropäische Küche eine reiche Tradition an fleischlosen Gerichten mit, die aus der orthodoxen Fastenzeit (Post) stammt. In der Fastentradition wird auf Fleisch, oft auch auf Milchprodukte und Eier verzichtet – daraus ist über Jahrhunderte eine erfindungsreiche pflanzliche Küche entstanden.

Das kommt euch bei der Menüplanung entgegen, denn viele Klassiker sind von Natur aus vegetarisch oder vegan:

  • Winegret und andere Gemüsesalate ohne Mayonnaise
  • Wareniki mit Kartoffel-, Kraut- oder Pilzfüllung
  • gefüllte Teigtaschen und Piroggen mit Gemüse
  • gegrilltes Gemüse und Pilze vom Schaschlik-Grill
  • Buchweizen mit Pilzen als sättigendes Hauptgericht
  • eingelegtes Gemüse und Salate in großer Vielfalt

So sind eure vegetarischen und veganen Gäste nicht auf eine Sonderbeilage angewiesen, sondern essen mitten aus der Tafel. Achtet bei der Planung darauf, dass diese Gerichte klar erkennbar sind – der Tamada kann bei der Ankündigung kurz darauf hinweisen.

Saisonale und regionale Zutaten aus Augsburg und Umgebung

Ein Menü lebt von frischen Zutaten, und die Region rund um Augsburg bietet reichlich. Schwaben und Bayern sind reich an Höfen, Wochenmärkten und regionalen Erzeugern. Wenn ihr saisonal plant, gewinnt euer Essen an Geschmack und ihr unterstützt die Umgebung:

  • im Frühling und Sommer: frisches Blattgemüse, Beeren, Kräuter, Spargel und junges Wurzelgemüse
  • im Herbst: Kürbis, Pilze, Kohl, Äpfel und Zwetschgen – ideal für Schmorgerichte und die süße Tafel
  • ganzjährig: Kartoffeln, Rote Bete, Sauerkraut und Wurzelgemüse, die Basis vieler osteuropäischer Gerichte
  • regionaler Fisch aus bayerischen Seen und Flüssen als Alternative zu importiertem Fisch

Gerade die Rote Bete, das Kraut und die Kartoffel – Grundpfeiler der osteuropäischen Küche – wachsen in Schwaben und Bayern in bester Qualität. Das macht die deutsch-russische Küche in Augsburg nicht nur stimmig, sondern auch naheliegend.

Praktische Tipps für die Menüplanung

Damit euer Menü am Hochzeitstag reibungslos funktioniert, lohnt sich ein Blick auf die Abläufe. Plant die Gänge im Einklang mit dem Programm: Die kalten Platten stehen zu Beginn, die warmen Gänge kommen in Etappen zwischen den Programmpunkten, das Schaschlik markiert einen Höhepunkt am frühen Abend, und die süße Tafel eröffnet die spätere Feierrunde. Bedenkt außerdem, dass eine osteuropäische Tafel großzügig kalkuliert wird – lieber etwas mehr auf dem Tisch als eine gähnende Lücke. Und sprecht die Reihenfolge mit dem Tamada ab, damit Essen und Programm ineinandergreifen und niemand mitten im Tanz vom kalten Hauptgang überrascht wird.

Häufige Fragen

Wie viele Gänge sollte ein deutsch-russisches Hochzeitsmenü in Augsburg haben?

Statt weniger großer Gänge plant ihr besser einen Rhythmus über den ganzen Abend: kalte Sakuski-Platten zu Beginn, ein bis zwei warme Hauptgänge in Etappen, Schaschlik vom Grill als Höhepunkt und die süße Tafel am späten Abend. Die Gäste essen so über mehrere Stunden verteilt, immer im Wechsel mit dem Programm.

Wie bekomme ich deutsche und osteuropäische Gäste beim Essen unter einen Hut?

Am besten stellt ihr beide Küchen selbstverständlich nebeneinander. Klassiker wie Olivier-Salat, Schuba und Blini für die russischsprachigen Gäste, dazu regionale schwäbisch-bayerische Gerichte wie Schmorbraten, Obatzda und Brezn für die deutschen Gäste. Der Tamada kann kurz erklären, was auf den Platten liegt – das weckt Neugier auf beiden Seiten.

Was ist eine Sakuski-Platte und warum ist sie so wichtig?

Sakuski (закуски) sind kalte Vorspeisen und Häppchen, die bei einer osteuropäischen Hochzeit von Anfang an üppig auf dem Tisch stehen. Sie sind kein kleines Vorgeplänkel, sondern die Grundlage der ganzen Tafel: Salate, Hering im Pelzmantel, eingelegtes Gemüse, Blini und Aufschnitt laden über den ganzen Abend zum Zugreifen ein.

Gibt es genug Auswahl für vegetarische und vegane Gäste?

Ja, die osteuropäische Küche bietet dank der orthodoxen Fastentradition viele fleischlose Gerichte. Winegret, Wareniki mit Kartoffel- oder Pilzfüllung, gegrilltes Gemüse, Buchweizen mit Pilzen und zahlreiche Salate sind von Natur aus vegetarisch oder vegan. So essen eure Gäste mitten aus der Tafel und brauchen keine Sonderportion.

Welche osteuropäischen Getränke passen zu einer Hochzeit in Augsburg?

Neben regionalem Bier, Wein und Sekt lohnen sich alkoholfreie Klassiker wie Kompott (aus gekochten Früchten), Mors (aus roten Beeren) und Kwas (ein leicht gegorenes Brotgetränk). Sie sind erfrischend, für viele Gäste ein Stück Heimat und ein schöner Weg, um deutschen Gästen die osteuropäische Küche näherzubringen.

Kann ich regionale Zutaten aus dem Augsburger Umland für osteuropäische Gerichte nutzen?

Sehr gut sogar. Grundzutaten der osteuropäischen Küche wie Rote Bete, Kraut, Kartoffeln und Wurzelgemüse wachsen in Schwaben und Bayern in bester Qualität. Auch regionaler Süßwasserfisch, saisonale Beeren und Zwetschgen für die süße Tafel lassen sich hervorragend einbinden – so wird das Menü frischer und stimmiger zugleich.

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